Archive für März 2012

RAW-Files in iPhoto für iOS

Gerd —  9. März 2012 — 3 Kommentare

Nach der Veröffentlichung von iPhoto für iOS stelle sich die Frage, ob iPhoto denn auch mit RAW-Dateien umgehen kann. Bereits bisher konnte man unterwegs RAW-Dateien mit dem Camera Connection Kit auf das iPad übertragen. Für die reine Darstellung auf dem iPad wurden jedoch JPEG-Dateien genutzt. Die RAW-Version lag einfach im Speicher und konnte später in Aperture oder iPhoto auf dem Mac importiert werden. Das iPad verhielt sich also wie eine zusätzliche SD-Karte, die zufällig einen großen Bildschirm hat.

Dass iPhoto auf dem iPad keine Profi-Anwendung ist, dürfte eigentlich keine große Überraschung sein, denn bereits die Grenze von 19 Megapixeln schließt so manche anspruchsvolle Kamera aus. Konsumenten mit einfachen Point and Shoot-Kameras oder se­mi­pro­fes­si­o­nellem DSLR-Equipment, dürften dieser Grenze jedoch normalerweise fern bleiben.

Bleibt aber noch die Frage, wie iPhoto auf dem iPad denn nun mit RAW-Dateien umgeht. Tatsächlich hat Apple bereits ein Support-Dokument zu diesem Thema veröffentlicht, was bisher jedoch nur auf Englisch verfügbar zu sein scheint. Dort wird erläutert, dass iPhoto selbst keine RAW-Dateien lesen oder bearbeiten kann. RAW-Dateien lassen sich zwar von der Kamera importieren, allerdings werden nur die eingebetteten JPEGs angezeigt und bearbeitet. Auch beim Export sieht es düster aus, denn nicht einmal per E-Mail lassen sich die RAW-Dateien verschicken. Es bleibt hier leider kein anderer Weg, als das iPad mit dem Mac zu verbinden.

iPhoto auf dem iOS ist also ideal um schnell ein Urlaubsbild zu verbessern und mit Freunden und Bekannten in sozialen Netzen zu teilen, für die ordentliche Entwicklung der Fotos muss man weiterhin auf bewährte Lösungen zurückgreifen.

Dass die Darstellung der Landkarten in der iOS-Version von iPhoto irgendwie von der Desktop-Version abweicht, dürfte mittlerweile kein Geheimnis mehr sein. Schnell lag der Verdacht nahe, dass Apple sich langsam aber sicher von Google Maps verabschieden und nach Alternativen suchen möchte. Offenbar hat sich Apple für OpenStreetMap entschieden, denn die OpenStreetMap Foundation heißt Apple nun als weiteren prominenten Nutzer in einem Blog-Eintrag willkommen.

Für Apple dürfte es ein sehr wichtiger Schritt sein, sich aus der Abhängigkeit von Google zu befreien, da Maps eine solch wesentliche Anwendung auf mobilen Geräten bilden. Google hat natürlich ein berechtigtes Interesse daran, die eigene Android-Platform zu stärken, weshalb Neuerungen an Google Maps auch in Zukunft zunächst exklusiv für Android-Systeme erscheinen könnten und Apple somit im Nachteil wäre.

In der letzten Woche gab auch Foursquare die Abkehr von Google Maps bekannt und stattete die eigene App ebenfalls mit OpenStreetMap aus.

 

Vor einigen Tagen hat Mozilla unter dem Titel “Collusion” ein neues Firefox Add-On veröffentlicht, welches eine grafische Darstellung untereinander verknüpfter Webdienste ermöglicht. Ziel ist es beispielsweise zu erkennen, an welche Drittanbieter Informationen weitergeleitet werden.  Ein Beispiel hierfür könnten z.B. große Werbenetzwerke sein, die auf unterschiedlichen Webseiten erscheinen und die Spur des Besuchers durch das Netz verfolgen.

Jeder Punkt auf der Grafik repräsentiert dabei einen Anbieter, es lässt sich somit leicht ablesen, welche Seiten eine Beziehung zueinander haben. Collusion ist dabei jederzeit mittels eines kleinen Buttons in der Statusleiste des Browsers aufrufbar.