Nach der Veröffentlichung von iPhoto für iOS stelle sich die Frage, ob iPhoto denn auch mit RAW-Dateien umgehen kann. Bereits bisher konnte man unterwegs RAW-Dateien mit dem Camera Connection Kit auf das iPad übertragen. Für die reine Darstellung auf dem iPad wurden jedoch JPEG-Dateien genutzt. Die RAW-Version lag einfach im Speicher und konnte später in Aperture oder iPhoto auf dem Mac importiert werden. Das iPad verhielt sich also wie eine zusätzliche SD-Karte, die zufällig einen großen Bildschirm hat.
Dass iPhoto auf dem iPad keine Profi-Anwendung ist, dürfte eigentlich keine große Überraschung sein, denn bereits die Grenze von 19 Megapixeln schließt so manche anspruchsvolle Kamera aus. Konsumenten mit einfachen Point and Shoot-Kameras oder semiprofessionellem DSLR-Equipment, dürften dieser Grenze jedoch normalerweise fern bleiben.
Bleibt aber noch die Frage, wie iPhoto auf dem iPad denn nun mit RAW-Dateien umgeht. Tatsächlich hat Apple bereits ein Support-Dokument zu diesem Thema veröffentlicht, was bisher jedoch nur auf Englisch verfügbar zu sein scheint. Dort wird erläutert, dass iPhoto selbst keine RAW-Dateien lesen oder bearbeiten kann. RAW-Dateien lassen sich zwar von der Kamera importieren, allerdings werden nur die eingebetteten JPEGs angezeigt und bearbeitet. Auch beim Export sieht es düster aus, denn nicht einmal per E-Mail lassen sich die RAW-Dateien verschicken. Es bleibt hier leider kein anderer Weg, als das iPad mit dem Mac zu verbinden.
iPhoto auf dem iOS ist also ideal um schnell ein Urlaubsbild zu verbessern und mit Freunden und Bekannten in sozialen Netzen zu teilen, für die ordentliche Entwicklung der Fotos muss man weiterhin auf bewährte Lösungen zurückgreifen.





