“Ich denke, für richtige Entscheidungen sollte man schon einige Tage Medienaufregung aushalten können.”
- Interview mit Philipp Blank, Telekom-Sprecher – dradio.de – Audio on Demand (MP3)
- Text zum Interview
Quelle: dradio.de / dradio.de – Audio on Demand
Noch ein paar Dollar übrig? Warum dann nicht für einen gemütlichen Nachmittagskaffee mit Tim Cook bieten? Länger als 30 bis 60 Minuten sollte das Treffen jedoch nicht dauern. Ach ja und momentan steht das Mindestgebot bei schlappen $ 72.777.
Auch mich lassen die aktuellen Pläne zur Abschaffung der DSL-Flatrates nicht kalt. 75 GB monatlich im kleinsten Tarif sind für eine moderne Gesellschaft keinesfalls ausreichend. Nicht nachvollziehbar auch die jetzige Ankündigung der Volumengrenzen, wenn die technische Umsetzung erst frühestens 2016 kommen soll. Eines dürfte sicher sein, nämlich dass bis 2016 der monatliche Bedarf eines Haushalts weit über den jetzt angekündigten 75 GB liegen wird. Man darf gespannt sein, ob diese Grenzen nicht vor der tatsächlichen Umsetzung noch einmal nach oben korrigiert werden.
Auch die Medien berichtete überraschend intensiv über die Pläne der Telekom. Eine Behauptung macht mich jedoch in vielen Berichten ein wenig stutzig, nämlich dass durch diesen Schritt die Netzneutralität endgültig abgeschafft werde, u.a. sogar die Tagesschau behauptet eben dies in ihrer gestrigen Ausgabe.
Als Grund wird in vielen Berichten behauptet, dass Telekom eigene Dienste nicht von der Drosselung betroffen seien. Sicher ist es kein Geheimnis, dass die großen Telekommunikationsunternehmen sehr gerne die Netzneutralität abschaffen und für besonders datenhungrige Dienste extra kassieren würden, wenn es jedoch um die hier geplante DSL-Drosselung geht, scheinen mir diese Vorwürfe aber ein wenig aus der Luft gegriffen. In vielen Berichten werden immer zwei Dienste genannt: Entertain (IPTV) und die Festnetztelefonie. Gerade hier scheint mir die Diskussion um die Netzneutralität nicht recht zu greifen, denn wäre dies der Fall, dann sind diese beiden Dienste schon grundsätzlich ein Verstoß, da sie bereits seit dem Start im Telekom eigenen Netz bevorzugt behandelt werden und bei Entertain zudem alle Streams per Multicast zum Empfänger übertragen werden, was für Konkurrenten ohne eigenes Netz bereits einen nicht zu beseitigenden Wettbewerbsnachteil darstellt. D.h. die Qualität dieser beiden Angebote wird stets garantiert, egal wie langsam der eigentliche Internetzugang gerade ist, d.h. Anbieter wie Skype wären deshalb schon grundsätzlich benachteiligt, weil sie voll und ganz der aktuell vorliegenden Netzsituation ausgeliefert sind. Weiterlesen…





